Auf einer gemeinsamen Vorstands- und Fraktionssitzung hat die SPD Adelsdorf Norbert Lamm zum Fraktionsvorsitzenden und Jörg Bubel zu seinem Stellvertreter gewählt.
Zudem formulierte die SPD ihre grundsätzlichen Erwartungen an den neuen Bürgermeister sowie den Gemeinderat.
Entsprechend der von allen Seiten propagierten Zusammenarbeit und Transparenz erwartet die SPD Adelsdorf eine transparente und konstruktive Zusammenarbeit über die Fraktionsgrenzen hinaus.
„Es ist höchste Zeit, das Lager- bzw. Blockdenken zu überwinden“, betonte Norbert Lamm.
Dazu gehören für die SPD Adelsdorf:
- Alle Fraktionen müssen in den Ausschüssen des Gemeinderates stimmberechtigt vertreten sein.
- Unserer Meinung nach braucht es keinen dritten Bürgermeister mehr. Auch aufgrund der angespannten Haushaltslage könnten die jeweiligen Fraktionsvorsitzenden beispielsweise bei Geburtstagen, Jubiläen oder Jahreshauptversammlungen unterstützen.
- Der Vorsitz im Rechnungsprüfungsausschuss wird nicht von der Fraktion des Bürgermeisters gestellt.
- Zur Stärkung der ehrenamtlichen Beauftragten des Gemeinderates sollen diese jeweils für drei Jahre vom Gemeinderat gewählt werden und jährlich über ihre Tätigkeit berichten.
- Die Zuständigkeiten des Gemeinderates sind insgesamt zu stärken.
Die SPD Adelsdorf ist zudem der Auffassung, dass die Einbeziehung und Beteiligung der Bevölkerung deutlich verbessert werden muss.
Konkret bedeutet dies:
- Zu jeder Gemeinderatssitzung gehört eine Bürgerfragestunde.
- Mit Zustimmung des Gemeinderates kann Bürgerinnen und Bürgern zu einzelnen Tagesordnungspunkten das Wort erteilt werden.
- Die örtlichen Presseorgane sind zu allen öffentlichen Sitzungen einzuladen.
- Sitzungseinladungen sowie Niederschriften öffentlicher Sitzungen sind im Bürgerinformationssystem zu veröffentlichen. Die Unterlagen sollen aussagekräftig sein und sowohl die Tagesordnungspunkte als auch die gefassten Beschlüsse verständlich darstellen.
Die Gemeinderäte der SPD, Norbert Lamm und Jörg Bubel, werden mit diesen Punkten in die Gespräche mit den anderen Fraktionen gehen.
Beide betonten: „Wir freuen uns auf eine offene und konstruktive Zusammenarbeit in den kommenden sechs Jahren im Gemeinderat und wünschen uns Offenheit auch für unterschiedliche Meinungen.“